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Wirtschaftsministerium fördert Hahn-Schickard-Gesellschaft

Bei Ihrem Besuch am 27. April bei Hahn-Schickard in Villingen-Schwenningen übergab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut einen Förderbescheid über eine Grundfinanzierung für 2017 in Höhe von rund 6,63 Millionen Euro für die Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung. Mit dabei hatte sie auch eine Bewilligung für das Projekt „BW CPS“, eine vom Land Baden-Württemberg geförderte Initiative zur Entwicklung eines modularen Systembaukastens für intelligente und energieeffiziente Sensorik für Industrie 4.0: Anhand vier konkreter Einsatzfälle werden die Potenziale des Systembaukastens für die Fabriken der Zukunft demonstriert. Es geht um die Überwachung von Energieflüssen, der Steuerung von Klimatechnik, die Erfassung von Prozessdaten in Spritzgießwerkzeugen sowie die Optimierung der Intralogistik durch Lokalisierungs- und Navigationskomponenten. Und all das in enger Kooperation mit der Industrie, die davon profitiert, dass alle erarbeiteten Funktionen zur Verfügung stehen.

An ausgewählten Demonstratoren zeigten die Industrie 4.0-Experten von Hahn-Schickard der Ministerin, wie die industrielle Produktion durch intelligente Sensorik ressourceneffizienter wird, wenn Verbrauchsdaten direkt an der entsprechenden Maschine gemessen und im laufenden Betrieb einfach abgelesen werden können. Dazu kommen energieautarke Sensorsysteme zum Einsatz, die ihre Energie kabellos direkt aus ihrer Umgebung beziehen: zum Beispiel über Temperaturunterschiede oder Schwingungen an Maschinen. Solche Energy-Harvesting-Systeme entwickelt Hahn-Schickard und stattet sie mit intelligenter Software aus. Damit werden Maschinen zu cyber-physischen Systemen, die selbständig untereinander Datenaustauschen können. 

„Im Bereich der cyber-physischen Systeme gibt es noch viel Entwicklungsbedarf, besonders im Hinblick auf Systemsicherheit. Mit dem Zuschuss aus dem Ministerium können wir durch eigene Vorlaufforschung Themengebiete erschließen, die für die Zukunft der Wirtschaft in Baden-Württemberg entscheidend sind“, erklärt Prof. Dr. Roland Zengerle, Mitglied und Sprecher der Hahn-Schickard-Institutsleitung.